Zukunftspark Grüne Meile Wuppertal
Ein Projekt des gemeinnützigen Vereins „Zukunftspark Grüne Meile Wuppertal e.V.“ Vorgeschichte, Ausgangssituation und Zielsetzung
Im ehemaligen „Steinbruch Lüntenbeck“ wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts erst Sand und dann später auch Kalk abgebaut. Er liegt im Westen der Stadt Wuppertal, in direkter Nähe zum „Autobahnkreuz Sonnborn“ (A 46) und der nach Norden abzweigenden Bundesstraße B 224. In einstiger „Randlage“ zeichnet sich dieser Standort heute dadurch aus, dass er verkehrstechnisch sehr gut erreichbar ist (siehe Lageplan). Neben einer mehrfachen Autobahnanbindung (Ausfahrten Wuppertal-Varresbeck und Wuppertal-Sonnborn der A 46, Ausfahrt Dornap der B224) sind auch eine Anbindung über öffentliche Verkehrsmittel vorhanden.
Die Stadt Wuppertal kaufte den Steinbruch 1966/67 wegen des immer größer werdenden Problems der Müllbewirtschaftung. Die Randlage des Steinbruchs in den 60er und 70er Jahren und seine gute Erreichbarkeit sprachen ebenso dafür, wie die geologischen Gegebenheiten des Standortes. Als Hausmülldeponie von der Stadt Wuppertal als solche bis 1973 betrieben, wurde sie bis 1985 als Bauschuttdeponie genutzt und anschließend geschlossen. Heute wird sie noch vom Landesumweltamt NRW als Deponie geführt und wird zur Zeit im Rahmen eines geordneten Abschlusses abgedeckt und mit einer Oberflächenabdichtung versehen.
Rund um den ehemaligen Lüntenbecker Steinbruch nahm die Verkehrsdichte im Laufe der Jahre beträchtlich zu. Durch die Gewerbeflächen am Deutschen Ring und an der Industriestraße wurde das diesbezügliche Verkehrsaufkommen noch vergrößert. Dennoch hat sich das direkte Umfeld des Standortes ein natürliches Potential erhalten, das Kleingartenanlagen, Waldflächen und Landschaftsschutzgebiete umfasst. In direkter Nähe zur ehemaligen Müllkippe liegen „Schloss Lüntenbeck“, das idyllisch von Parkflächen eingerahmt ist, angrenzende Waldgebiete sowie Teiche und Naturdenkmäler wie z.B. die „Felsenburg“.
Jenseitig der Bundesstraße B 7 in nord-westlicher Richtung befindet sich der nicht mehr betriebene Steinbruch „Schickenberg“ (siehe Lageplan), der ein weiteres Potential darstellt, das für eine perspektivische Entwicklung des Standortes „Zukunftspark Grüne Meile Wuppertal“ im Westen der Stadt eine große Bedeutung hat. Dieser Steinbruch ist nicht verkippt worden, sondern als tiefe Grube mit beeinduckender Felskulisse erhalten. Die terrassierten Hänge und die große Wasserfläche am Grunde zeichnen sich heute durch einen hohen Naturwert aus.
Über die genannten Flächen hinaus bietet der unmittelbar angrenzende Bahnhof Varresbeck (siehe Lageplan) interessante Anknüpfungsmöglichkeiten. Neben dem überwiegend brachliegenden Gelände des Bahnhofs mit den beidereits angrenzenden Gewerbegebieten (z.B. Mercedes-Benz, Großmarkt, FAG Kugelfischer, Füngers) bietet die Brachfläche mit einer Größe von ca. 4,5 h perspektivisch ein Areal, das themenbezogen (Umwelttechnologie, Ökologie und artverwante Handlungsfelder) zur Ansiedlung von Unternehmen genutzt werden soll. Darüber hinaus eröffnet diese Brachfläche Möglichkeiten für die Schaffung von Parkplatzflächen.
Unter Berücksichtigung und Einbindung der skizzierten Rahmenbedingungen soll für das Gesamtareal eine zukunftsorientierte Nutzungskonzeption entwickelt werden. Ziel ist es, die zum Teil sehr unterschiedlichen und scheinbar widersprüchlichen Elemente wie „Müllkippe“, „Landschafts- und Naturschutz“, „hohe Verkehrsdichte“, „Schloss Lüntenbeck“, „ehemaliger Steinbruch“ als Industriebrache, „ungenutztes Bahnhofsgelände“ etc. intelligent miteinander zu verbinden. Dabei soll ein signifikantes und außergewöhnliches Gesamtprofil geschaffen werden, das als Leuchtturmprojekt neue Perspektiven sowohl für den Wuppertaler Westen, die Stadt Wuppertal als auch für die Region des Bergischen Landes erschließt. Mit Blick auf wirtschaftliche, kulturelle, ökologische sowie umwelttechnologische Bedarfe ist auch landes- und stadtplanerischen Aspekten Rechnung zu tragen.
Darüber hinaus basiert das Projekt nicht zuletzt auf vorhandene Institutionen, die sich in den Bereichen des Umweltschutzes, der Umweltschutztechnologie, die Ökologie sowie des ökologischen Bauens einen Namen gemacht haben (Wuppertal-Institut, Bergische Universität, Bayer-Wuppertal sowie eine Vielzahl von Fach-Unternehmen).
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In der Mitte der grünen Meile... Blick vom Park auf den Mühlturm von Schloss Lüntenbeck

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